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Infoportal der InteressenGemeinschaft Kritische Bioethik Deutschland zur Bioethik

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe kritischen Bioethik-BeobachterInnen,

kaum ein anderer Teilbereich der Wissenschaften erlebt seit einigen Jahren so rasante Entwicklungen und Fortschritte, wie die sogenannten Lebenswissenschaften, auch "Lifescience" genannt.

Mit den Fortschritten in Medizin und Wissenschaft entbrennen gleichzeitig heftige Diskussionen in Politik, Forschung und Gesellschaft über die damit verbundenen ethischen Fragen im Umgang mit Leben. Mit diesen Fragen befasst sich die sogenannte Bioethik. (Beim "Institut Mensch Ethik Wissenschaft IMEW" finden Sie eine ausführliche Definition des Begriffes Bioethik.)

Fragen im Umgang mit menschlichem Leben

Streitpunkte in bioethischen Debatten sind u.a.: Darf alles technisch Machbare auch getan werden? Wo liegen die Grenzen für die Forschungsfreiheit? Welche Folgen entstehen für unsere Gesellschaft und für künftige Generationen durch die angewandten Medizintechniken und fehlende Gesetzgebungen?

Durch die anscheinend unaufhaltbaren Entwicklungen werden daher neue Antworten auf ethische, soziale und menschliche Fragen immer dringender.

Die Fragen mit Beginn menschlichen Lebens betreffen z. B.

  • Forschung an Embryonen wie Untersuchungen des Erbgutes im Reagenzglas (Präimplantationsdiagnostik = PID),
  • Pränataldiagnostik (PND) und die Problematik der (Spät-)Abtreibung,
  • Forschung und Eingriffe am menschlichen Erbgut, Gentherapie,
  • Gentests und Datenschutz, Patente auf Leben, Biopatentierung
  • Forschung mit embryonalen und adulten Stammzellen, reproduktives und sog. "therapeutisches" Klonen,
  • Forschung an "Nichteinwilligungsfähigen" wie z.B. Wachkomapatienten, schwer geistig behinderte Menschen, Demente, Kinder etc.

Zu den Fragen gegen Ende des Lebens gehören z.B.

  • Hirntoddefinition, Organspende, Organtransplantation und Organhandel,
  • Pflege und Betreuung alter, kranker oder behinderter Menschen,
  • Palliativmedizin, Hospizarbeit und Sterbebegleitung contra Euthanasie / Sterbehilfe.

Mit manchen dieser Fragen wird jeder von uns früher oder später konfrontiert. Sei es durch die persönliche Situation, in der Familie oder durch Menschen aus der näheren Umgebung.

Kritische Diskussion

Wir haben für alle Interessierten auf diesem Infoportal der InteressenGemeinschaft Kritische Bioethik Deutschland zahlreiche Informationen zur kritischen Auseinandersetzung mit diesen Themen zusammengestellt. Damit möchten wir Sie einladen, sich zu den einzelnen Feldern der Bioethik zunächst einen Überblick zu verschaffen, sich über Entwicklungen auf wissenschaftlicher, politischer und gesellschaftlicher Ebene zu informieren und damit auseinanderzusetzen, um sich dann eine Meinung zu bilden. Und sich eventuell alleine oder mit uns gemeinsam zu engagieren - für den Lebensschutz, das Lebensrecht und den Schutz der Würde aller Menschen in allen Phasen des Lebens - von der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle bis zum natürlichen Herztod.

Mehr dazu in der Einführung und unter der aktualsierten Rubrik Über uns
 

Neueste Meldungen

2018

14.09.18: Aktionen gegen die geplante Widerspruchsregelung

Symbolbild ProtestIm Zuge der Organspende-Debatte bekamen wir zahlreiche Anrufe und Mails mit der Frage, was man gegen die geplante Einführung der Widerspruchslösung tun kann.

Wir haben daher für das bereits 2011 gebildete "Bündnis gegen die Widerspruchs- und Erklärungsregelung bei Organspenden" ein paar Anregungen zusammengestellt, die den persönlichen Protest so einfach wie möglich machen sollen. Unter "Aktionen" finde Sie 5 ganz konkrete Tipps wie Sie helfen können, das Vorhaben zu stoppen.

Zu Ihren Mitwirkungsmöglichkeiten und Aktionen gegen die geplante Widerspruchsregelung bei Organspenden auf www.organspende-widerspruch.de


03.09.18: Vorstoß von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zur Einführung der Widerspruchslösung

Bundesgesundheitsminister Jens SpahnGesundheitsminister Jens Spahn hat nach vorheriger längerer Ankündigung am 31.08.18 2018 einen Referentenentwurf für ein "Gesetz für bessere Zusammenarbeit und bessere Strukturen bei der Organspende (GZSO)" vorgelegt.

Damit soll die Rolle der Transplantationsbeauftragten in den Kliniken deutlich gestärkt werden. Unter anderem sollen die Transplantationsbeauftragten uneingeschränktes Zugangsrecht zu den Intensivstationen bekommen. Des Weiteren sollen sie uneingeschränkt Einsicht in die Patientenakten zur Auswertung des Spenderpotenzials nehmen können.

Kurz nach Veröffentlichung des Gesetzentwurf legte Bundesgesundheitsminister Spahn in einem am 03.09.18 veröffentlichten Interview mit der Bildzeitung nach und sprach sich für eine breite gesellschaftliche Debatte über die Widerspruchslösung aus. Er will mithelfen, eine fraktionsübergreifende Abstimmung im Parlament zu organisieren:

“Wir haben seit vielen Jahren alles versucht, um die Zahl der Organspender zu erhöhen. Aber leider ohne Erfolg! Deshalb brauchen wir eine breite gesellschaftliche Debatte über eine Widerspruchslösung. Eine Lösung also, bei der die Zustimmung zur Organspende automatisch als gegeben gilt, so lange man nicht "nein" sagt.

Diese Diskussion sollten wir im Bundestag jetzt führen. Dort gehört das Thema hin. Ich bin für eine doppelte Widerspruchslösung. Das heißt, dass jeder zu Lebzeiten ausdrücklich "nein" sagen kann - und ansonsten die Angehörigen zu fragen sind. Nur so kann die Organspende zum Normalfall werden."

Mehr dazu im Interview der Bildzeitung mit Jens Spahn, abrufbar auf der Webseite des Bundesgesundheitsministeriums.

Wir werden derartigen Bestrebungen mit aller Entschiedenheit entgegentreten. Was Sie selbst aktiv tun können, erfahren Sie beim Bündnis gegen die Widerspruchs- und Erklärungsregelung bei Organspenden in der neuen Rubrik Aktionen gegen die geplante Widerspruchslösung.


23.08.18: Medikamentenabgabe für Sterbehilfe: Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) lehnt Anträge ab - Bundesgesundheitsministerium unterläuft Bundesverwaltungsgerichts-Urteil

Symbolbild Sterbehilfe-DebatteIm März 2017 hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig in einem scharf kritisierten richtunsgweisenden Urteil entschieden, dass der Staat im extremen Einzelfall den Zugang zu einem Betäubungsmittel nicht verwehren darf, das dem Patienten „eine würdige und schmerzlose Selbsttötung ermöglicht.“ Hintergrund war ein diesbezüglicher abgelehnter Antrag an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Seit dem Urteil wurden bis Mai 2018 beim BfArM 104 Anträge auf Erlaubnis zum Erwerb eines Betäubungsmittels zur Selbsttötung gestellt.

Das Institut hat nun die ersten Anträge abgelehnt, bislang sieben. Zudem habe das Bundesgesundheitsministerium (BMG) schon sehr früh entschieden, sich über das Urteil hinwegzusetzen. Dies berichtete der Berliner Tagesspiegel am 18.08.18. unter Berufung auf interne Vermerke und Mails des BMG, die nach einer Informationsklage zugänglich gemacht wurden.

» Mehr zu den erfolglosen Anträgen auf Medikamentenabgabe für Sterbehilfe und der Linie des Bundesgesundheitsministeriums auf sterbehilfe-debatte.de


09.08.17: Debatte um Einführung der Widerspruchslösung bei Organspenden: Lesenswerter Beitrag zu Gründen für sinkende Organspendezahlen

Im Berliner Tagesspiegel vom 07.08.18 beleuchtet Michael de Ridder in einem lesenswerten Essay vor dem Hintergrund der Debatte um die Einführung einer Widerspruchslösung bei Organspenden die Hintergründe zu den sinkenden Organspendezahlen.

Sein Fazit: Eine Ursache ist die unredliche Aufklärung. Ebenso würden kulturelle und religiöse Ängste unterschätzt. Und auch das Hirntodkriterium spielt eine wesentliche Rolle.

Zum Beitrag im Tagesspiegel vom 07.08.18: Geringe Organspenderzahlen: Warum die Deutschen kein Herz haben


03.08.18: Sofortprogramm Pflege: Bundeskabinett beschließt Gesetz zur Stärkung des Pflegepersonals (Pflegepersonal-Stärkungsgesetz - PpSG)

Bundesgesundheitsminister Jens SpahnAm 1. August 2018 hat das Bundeskabinett den Gesetzentwurf zur Stärkung des Pflegepersonals beschlossen. Damit sollen spürbare Verbesserungen im Alltag der Pflegekräfte durch eine bessere Personalausstattung und bessere Arbeitsbedingungen in der Kranken- und Altenpflege erreicht werden.

Der Gesetzentwurf sei laut Bundesgesundheitsministerium "ein wichtiger Schritt, um die Pflege und Betreuung der Patienten und Pflegebedürftigen weiter zu verbessern". Insgesamt soll auch die Attraktivität von Kranken- und Altenpflege gesteigert werden.

Konkret soll für die Verbesserung der Pflege im Krankenhaus u.a. jede zusätzliche Pflegekraft finanziert und Tarifsteigerungen voll refinanziert werden, ebenso die Vergütung von Azubis in der (Kinder-)Krankenpflege im 1. Ausbildungsjahr. Zur Verbesserung der Pflege in Pflegeeinrichtungen sollen zusätzlich 13.000 Pflegekräfte eingestellt werden, es soll eine bessere Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten geben sowie eine Unterstützung von digitaler Ausrüstung mit bis zu 12.000 Euro je Einrichtung.

» Ausführliche Infos zum Sofortprogramm Pflege beim Bundesministerium für Gesundheit


27.07.18: Neuer Kommissionsbericht: Steigende Sterbehilfe-Zahlen in Belgien 2016/2017

Flagge BelgienIn Belgien hat die Federale Kontroll- und Evaluationskommission Sterbehilfe (FCEE) am 17.07.18 ihren Bericht mit den neuesten Zahlen zu aktiver Sterbehilfe 2016/2017 veröffentlicht. Dieser Bericht betrifft die von der Kommission geprüften Registrierungsdokumente für Sterbehilfe, die zwischen dem 1. Januar 2016 und dem 31. Dezember 2017 durchgeführt wurden.

Demnach ist die Zahl der Fälle aktiver Sterbehilfe in Belgien 2017 erneut gestiegen. Konkret hatten 2016 noch 2.028 Menschen aktive Sterbehilfe in Anspruch genommen, vergangenes Jahr waren es bereits 2.309 Menschen. Dies entspricht einer Steigerung um 13 Prozent.

» Zum ausführlichen Bericht zu den Sterbehilfe-Zahlen in Belgien 2016/2017 auf sterbehilfe-debatte.de


04.07.18: Bundesregierung startet Konzertierte Aktion Pflege: Gemeinsame Initiative zur Stärkung der Pflege

Mit einer gemeinsamen Initiative will die Bundesregierung mehr Menschen für die Pflege begeistern. Dafür starteten Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Franziska Giffey und Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil, am 03.07.18 die "Konzertierte Aktion Pflege" in Berlin.

"Ziel ist, den Arbeitsalltag und die Arbeitsbedingungen von Pflegekräften spürbar zu verbessern, die Pflegekräfte zu entlasten und die Ausbildung in der Pflege zu stärken", so das Bundesgesundheitsministerium in einer Pressemitteilung. Zusammen mit den führenden Köpfen des Sozialsystems und den relevanten Akteuren der Pflege sollen dazu innerhalb kürzester Zeit konkrete Maßnahmen erarbeitet werden.

» Mehr zur Konzertierten Aktion Pflege der Bundesregierung auf sterbehilfe-debatte.de


23.06.18: 91. Gesundheitsministerkonferenz (GMK) für Widerspruchsregelung bzw. verbindliche Entscheidungslösung bei Organspende

Die 91. Gesundheitsministerkonferenz (GMK) hat im Beisein von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf ihrem zweitägigen Treffen vom 20.-21.06.18 in Düsseldorf unter anderem über das Thema Organspende beraten. Dabei sprachen sich die Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren für Gesundheit der Länder u.a. einstimmig für ein Nachdenken über die Widerspruchsregelung bzw. eine verbindliche Entscheidunggslösung bei Organspende aus, um den "Organspendemangel" in Deutschland zu beheben.

Mehr zu den Beschlüssen der Gesundheitsministerkonferenz zur Widerspruchsregelung bzw. verbindlichen Entscheidunggslösung bei Organspende auf www.organspende-aufklaerung.de


20.06.18: ZQP-Studie zu Aggression und Gewalt in der häuslichen Pflege veröffentlicht: Unterstützung bei der Vorbeugung gefährlicher Krisen dringend nötig

ZqPFast drei Viertel der rund drei Millionen pflegebedürftigen Menschen in Deutschland werden zu Hause versorgt, davon 1,4 Millionen ausschließlich durch Angehörige. Dabei bringen diese meist sehr viel Zeit, Geduld und Kraft auf. Belastende Konflikte drohen und können zu Gewalt in der Pflege führen. Deswegen sind gezielte Unterstützungsangebote sowie Aufklärung über Gewaltprävention dringend erforderlich. Dies unterstreicht eine neue Studie des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) mit dem Titel „Aggression und Gewalt in der informellen Pflege“, die am 18.06.18 veröffentlicht wurde. » Mehr zur ZQP-Studie über Aggression und Gewalt in der häuslichen Pflege auf sterbehilfe-debatte.de

08.06.18: Tagungsdokumentation "Zwischen Planungssicherheit und Sorgegesprächen – Nachdenken über Vorsorgeprogramme in der Alten- und Behindertenhilfe“ erschienen

Titelbild Tagungsdokumentation „Zwischen Planungssicherheit und Sorgegesprächen – Nachdenken über Vorsorgeprogramme in der Alten- und Behindertenhilfe“ Sept. 2017Wer in einem Pflegeheim oder in einer Behinderteneinrichtung lebt, soll künftig gezielt dazu bewegt werden, eine Patientenverfügung zu erstellen. Darauf zielt die »Gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase«, eingeführt mit dem Hospiz- und Palliativgesetz – als bezahlte Leistung der Krankenkassen.

Hintergründe und individuelle wie gesellschaftliche Risiken solcher Planungsprogramme wurden am 23.09.17 im Rahmen einer Tagung unter dem Titel „Zwischen Planungssicherheit und Sorgegesprächen – Nachdenken über Vorsorgeprogramme in der Alten- und Behindertenhilfe“ in Münster unter die Lupe genommen. Gemeinsame Veranstalter waren Biopolitisches Forum BioSkop e.V., Essen, das Institut für Palliative Care und OrganisationsEthik – IFF Wien, die Hospiz-Stiftung OMEGA Bocholt e.V. in Kooperation mit der Katholischen Hochschule NRW, Institut für Teilhabeforschung, Münster.

Zur Tagung ist bereits Anfang des Jahres eine sehr lesenswerte 84-seitige Dokumentation erschienen. Diese ist als kostenloser Download auf der Webseite von Bioskop e.V. abrufbar.

PDFTagungsdokumentation „Zwischen Planungssicherheit und Sorgegesprächen“ als Download (84 Seiten, PDF-Format)

Ergänzende Informationen zum Thema:

PDFIn 100 Minuten zum Ziel? »Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase« 2017 wird eine neue Kassenleistung eingeführt: die »Gesundheitliche Versorgungsplanung für die letzte Lebensphase«. Details zur Umsetzung und finanzielle Rahmenbedingungen der Innovation, die wir ja wiederholt kritisch beleuchtet haben (BIOSKOP Nr. 71, 73+75), werden derzeit ausgehandelt. Von Klaus­Peter Görlitzer BIOSKOP NR. 76 | DEZEMBER 2016 (PDF-Format)

PDF„Advance Care Planning“: Zwischen Lebensklugheit und Planungszwang Vortragsmanuskript Erika Feyerabend zum Workshop beim 11. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin in Leipzig, 7. September 2016 5 Seiten im PDF-Format

» Dossier zum Thema "Versorgungsplanung" bei Bioskop e.V.


04.06.18: Pflege-Report 2018: Zu viele Antipsychotika-Verschreibungen, Dekubitus-Fälle und Krankenhauseinweisungen in deutschen Pflegeheimen

Cover Pflege-Report 2018Zwischen deutschen Pflegeheimen bestehen deutliche Qualitätsunterschiede bei der Gesundheitsversorgung. Das zeigt eine aktuelle Analyse, die das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) im Rahmen des Pflege-Reports 2018 durchgeführt hat.

Der Report wurde am 04.06.18 veröffentlicht. Danach ist die Zahl der Antipsychotika-Verordnungen, Dekubitus-Fälle und Krankenhaus-Einweisungen in vielen Pflegeheimen zu hoch. Die Ergebnisse machen die zum Teil gravierenden Qualitätsunterschiede zwischen den Pflegeheimen deutlich.

Das WIdO hat erstmals auch Versorgungsbereiche ausgewertet, die bislang nicht Bestandteil der gesetzlich vorgesehenen Qualitätssicherung sind, da sie über das Sozialgesetzbuch XI hinausgehen. „Wichtig ist, dass wir auch die uns bekannten Probleme bei der gesundheitlichen Versorgung von Pflegeheimbewohnern aufgreifen und nicht nur die Pflege im engeren Sinne beleuchten“, so Dr. Antje Schwinger, Leiterin des Forschungsbereichs Pflege im WIdO und Mitherausgeberin des Pflege-Reports in einer Pressemitteilung vom selben Tag.

Mehr zum AOK-Pflege-Report 2018 auf sterbehilfe-debatte.de


02.06.18: Kritik zum Tag der Organspende 2018: Hirntote sind Lebende!

Plakat Tag der Organspende 2018 in SaarbrückenAm Samstag, 2. Juni 2018, ist „Tag der Organspende“ mit der zentralen Veranstaltung in Saarbrücken. Unter dem Motto „Richtig. Wichtig. Lebenswichtig“ wird der Tbilisser Platz laut Veranstalter "zum Treffpunkt des Lebens".

Es gibt Info-Pavillons, begehbare Lungen-, Nieren- und Lebermodelle, ein Bühnenprogramm mit Musik und Gesprächen sowie Mitmach-Aktionen für die ganze Familie. Experten und Betroffene beantworten Fragen rund um die Organspende und Transplantation. Die Schirmherrschaft hat Tobias Hans, Ministerpräsiden des Saarlandes, übernommen.

Anläßlich des Tages der Organspende kritisierte der Verein Kritische Aufklärung über Organtransplantation (KAO) e.V. in einer Presseaussendung, dass in den offiziellen Verlautbarungen zum Thema Organspende der Blick nur auf die Empfänger von Organen und den angeblichen Nutzen für sie gerichtet wird.

Mehr zum Tag der Organspende 2018 und der Kritik von KAO


01.06.18: Assistierte Reproduktion: Bundesärztekammer (BÄK) veröffentlicht neue Richtlinie

Bild Bundesärztekammer Richtlinie Assistierte ReproduktionDie Bundesärztekammer (BÄK) hat am 01.06.18 die „Richtlinie zur Entnahme und Übertragung von menschlichen Keimzellen im Rahmen der assistierten Reproduktion“ veröffentlicht. Mit der vom Wissenschaftlichen Beirat der Bundesärztekammer im Einvernehmen mit dem Paul-Ehrlich-Institut erstellten Neufassung wird die bisherige „(Muster-)Richtlinie zur Durchführung der assistierten Reproduktion“ gegenstandlos.

„Mit dieser Richtlinie übernimmt die Ärzteschaft weiter Verantwortung für die medizinisch-wissenschaftlichen Belange der Reproduktionsmedizin und schafft transparente, bundeseinheitliche Regelungen für Ärzte und Menschen mit unerfülltem Kinderwunsch“, erklärte Bundesärztekammer-Präsident Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery in einer Presseaussendung.

Die Richtlinie verzichte ganz bewusst auf eine Interpretation von rechtlich nicht eindeutig geregelten, häufig gesellschaftspolitischen Fragen in diesem Bereich.

Mehr zur neuen Richtlinie der Bundesärztekammer zur assistierten Reproduktion


25.05.18: Kritische-Bioethik.de im vorläufigen neuen Design

Am 25.05.18 wurde dieses Infoportal zu sämtlichen Themen der Bioethik unter www.kritische-bioethik.de optisch an das neue Layout mit neuem Logo an die anderen Infoportale www.sterbehilfe-debatte.de und www.bioethik-konvention.de angepasst.

Dieser Schritt ist nur vorläufig, denn technisch gibt es noch Defizite im Hinblick auf die Nutzbarkeit auf mobilen Endgeräten. Gleichwohl ist dieser Umbau ein Fortschritt im Vergleich zur vorherigen Version von 2001.

Im zweiten Schritt erfolgt in den nächsten Wochen eine weitere Umstellung auf responsive Design und eine übersichtlichere Gestaltung sowie inhaltliche Aktualisierung. Bis dahin bitten wir noch angesichts der Größe von über 400 Seiten um etwas Geduld.

Des weiteren erfolgte eine Überarbeitung unserer Rubrik Über uns. Darin erfahren Sie mehr über die Geschichte der IG Kritische Bioethik und die aktuelle Entwicklung.


20.05.18: Teil-Relaunch von stammzellen-debatte.de

Am 20.05.18 wurde unser Infoportal zur Stammezellen-debatte zunächst optisch an das neue Layout mit neuem Logo an die anderen Infoportale www.sterbehilfe-debatte.de und www.bioethik-konvention.de angepasst.

Im zweiten Schritt erfolgt in den nächsten Wochen eine weitere Umstellung auf responsive Design und eine übersichtlichere Gestaltung sowie inhaltliche Aktualisierung. Bis dahin bitten wir noch um etwas Geduld.


17.05.18: Nach Gerichtsurteil: Bislang 104 Anträge auf Erlaubnis zum Erwerb eines Betäubungsmittels zur Selbsttötung gestellt

Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion

Am 25.04.18 hat die FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung gestellt. Thema war: „Rechtmäßigkeit des Erwerbs von Betäubungsmitteln zur Selbsttötung und strafrechtliche Bewertung der Sterbehilfe“. Seit 11.05.18 liegt die Antwort der Bundesregierung vor (Drucksache 19/2090).

Demnach sind seit dem 2. März 2017 beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) 104 Anträge auf Erlaubnis zum Erwerb eines Betäubungsmittels zur Selbsttötung gestellt worden. Bisher sei keine solche Erlaubnis erteilt oder versagt worden. Von den insgesamt 104 Antragstellerinnen und Antragsteller seien zwischenzeitlich 20 verstorben, so die Bundesregierung.

» Mehr zur Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der FDP-Fraktion zur Rechtmäßigkeit des Erwerbs von Betäubungsmitteln zur Selbsttötung (auf sterbehilfe-debatte.de)


12.05.18: Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) bietet neue kostenlose Datenbank zum Thema Beratung in der Pflege

ZqPDie Stiftung Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) bietet seit kurzem eine kostenlose Übersicht im Internet zum Thema Beratung in der Pflege. Darin finden sich die Kontakte zu über 4.500 nicht kommerziellen Beratungsangeboten.

» Mehr zur neuen Datenbank vom Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) zum Thema Beratung in der Pflege (auf sterbehilfe-debatte.de)


10.05.18: Deutscher Ärztetag fordert Einführung der Widerspruchslösung zur Organspende

Der 121. Deutsche Ärztetag 2018 hat sich für die Einführung der Widerspruchslösung zur Organspende ausgesprochen und den Gesetzgeber aufgefordert, das Transplantationsgesetz (TPG) entsprechend zu ändern. Es könne von jeder Bürgerin und jedem Bürger nach der gesetzlich in § 2 Abs. 1 TPG geregelten Aufklärung durch die Krankenkassen erwartet werden, dass sie sich mit der Problematik auseinandersetzen und im Falle einer tatsächlichen Ablehnung ihr NEIN zur Organspende formulieren, heißt es in der Entschließung vom 10.05.18.

Mehr zum Ärztetag-Beschluss zur Einführung der Widerspruchslösung zur Organspende


23.04.18: Bundesrat debattiert am 27.04.18 über Abschaffung von § 219a StGB, Werbeverbot für Abtreibungen

Der Bundesrat befasst sich am 27. April 2018 als Tagesordnungspunkt 5 mit der Frage, ob Ärzte künftig straffrei über Schwangerschaftsabbrüche in ihren Praxen informieren können. Dies fordern Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg und Thüringen in einem Gesetzentwurf zur Abschaffung von § 219a StGB. Er war am 15. Dezember 2017 im Plenum vorgestellt und zur weiteren Beratung in die Ausschüsse überwiesen worden.

Mehr auf der Webseite des Bundesrates unter „Plenum Kompakt“ inkl. Drucksache


17.04.18: Staatssekretär Andreas Westerfellhaus neuer Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung

Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung Andreas WesterfellhausAm 16.04.18 erhielt Staatssekretär Andreas Westerfellhaus von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Ernennungsurkunde als Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung.

Das Bundeskabinett hatte Westerfellhaus auf Vorschlag von Spahn bereits am 21. März 2018 zum neuen Bevollmächtigten der Bundesregierung für Pflege bestellt.

» Mehr zur Ernennung von Andreas Westerfellhaus als neuer Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung (auf sterbehilfe-debatte.de)


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