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Literatur

Bücher zum Thema Embryonenforschung / Reproduktionsmedizin / vorgeburtliche Diagnostiken

Auf dieser Seite finden Sie ausgewählte Bücher zum Thema Embryonenforschung, Reproduktionsmedizin und vorgeburtliche Diagnostiken. Weitere Themen finden Sie in der kompletten Literaturübersicht.

Die hier vorgestellten Bücher bieten einen Überblick und Orientierungshilfe über die einzelnen Bioethik-Themenbereich. Die Titel wurde nach den Leitlinien der InteressenGemeinschaften Kritische Bioethik Deutschland ausgewählt und repräsentieren größtenteils diese Standpunkte. Bücher, bei denen dies nicht der Fall ist, wurden mit einem entsprechenden Hinweis versehen. Diese Buchhinweise sollen dazu anregen, sich auch kritisch mit den Argumenten umstrittener Positionen in bioethischen Debatten auseinanderzusetzen.

Alle Rezensionen, Kurzbeschreibungen und Datenbankangaben (z.B. Titel, Autor, usw.) stammen, soweit nicht anders angegeben, von amazon.de. Diese Literaturliste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wird regelmäßig erweitert.

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Bücher zur Embryonenforschung / Reproduktionsmedizin / vorgeburtliche Diagnostiken

Einführung zum Thema Entstehung des Menschen

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Ein Kind entsteht. Bestellbutton Amazon
von Lennart Nilsson, Lothar Schneider (Übersetzer)

Gebundene Ausgabe - 240 Seiten - Goldmann
Erscheinungsdatum: September 2003

Kurzbeschreibung
Seit es ihm 1965 zum ersten Mal gelang, einen Fötus im Mutterleib zu fotografieren, hat Lennart Nilsson sich mit Leib und Seele der Entstehung menschlichen Lebens verschrieben. Jetzt erscheint sein neuestes Buch – und wieder sind ihm sensationelle, einzigartige Fotos gelungen, die in faszinierender Weise die Entwicklung eines Babys dokumentieren: von seinen ersten Anfängen bis zur Geburt. Aktuellste wissenschaftliche Erkenntnisse zu den einzelnen Phasen und minutiöse Abbildungen machen „Ein Kind entsteht“ nicht nur zu einem aufregenden Bilderbuch, sondern auch zu einem anschaulichen und informativen Ratgeber für alle werdenden Eltern. Die in Technik und Ästhetik unvergleichliche Bilddokumentation des preisgekrönten Fotografen gewährt Einblicke in Prozesse, die die Wissenschaft erst in den letzten Jahren entschlüsseln konnte. Lennart Nilsson hat sie mit seiner Kamera eingefangen.

 


Der Status des Embryos

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Der moralische Status menschlicher Embryonen. Pro und contra Spezies-, Kontinuums-, Identitäts- und Potentialitätsargument Bestellbutton Amazon
Herausgeber: Gregor Damschen, Dieter Schönecker

Broschiert - 240 Seiten - Gruyter
Erscheinungsdatum: Oktober 2002

Kurzbeschreibung:
In der Debatte über den moralischen Status menschlicher Embryonen ist nicht immer klar, über welche Argumente genau eigentlich gestritten wird. Dieses Studienbuch bietet Studierenden und Forschenden, aber auch dem an der aktuellen Debatte interessierten Laien die Möglichkeit, sich über den gegenwärtigen Diskussionsstand gezielt zu informieren und die wichtigsten Argumente in klarer und knapper Form kennenzulernen. Sie besagen folgendes: Da Embryonen als Mitglieder der Spezies homo sapiens sapiens Menschen sind, besitzen sie Würde (Spezies-Argument); Embryonen entwickeln sich kontinuierlich, d.h. ohne moralrelevante Einschnitte, zu erwachsenen Menschen, die Würde besitzen (Kontinuumsargument); Embryonen sind in moralrelevanter Hinsicht identisch mit erwachsenen Menschen, die Würde besitzen (Identitätsargument); Embryonen haben das Potential, Menschen zu werden, und dieses Potential ist uneingeschränkt schützenswert (Potentialitätsargument). Diese Argumente werden! jeweils durch eine Pro-Position und eine Contra-Position dargestellt und verteidigt oder kritisiert. In einem begleitenden Beitrag der Herausgeber werden die vier Argumente im Zusammenhang rekonstruiert, bewertet und durch neue Argumente unterstützt. Der Band wird ergänzt durch eine knappe Darstellung der embryonalen Frühphase, ein naturwissenschaftlich-medizinisches Glossar, eine ausführliche Bibliographie zur Embryonendebatte sowie durch ein Personen- und Sachregister.

 


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Es wird ein Mensch gemacht. Möglichkeiten und Grenzen der Gentechnik. Bestellbutton Amazon
von Jens Reich

Gebundene Ausgabe - 160 Seiten - Rowohlt, Berlin
Erscheinungsdatum: März 2003

Aus der Amazon.de-Redaktion
Wann ist ein Mensch ein Mensch? Der Titel des ersten Kapitels ist zugleich die grundlegende Frage, die das Buch des bekannten Wissenschaftlers und Bürgerrechtlers durchzieht. Darin behandelt Jens Reich alle Brennpunkte in der aktuellen Diskussion um die Möglichkeiten und Gefahren der Gentechnik: In einem großen Bogen erläutert er die naturwissenschaftlichen Sachverhalte und kommt zielsicher auf die jeweils drängenden ethischen Fragen zu sprechen.
Sehr eindrucksvoll beginnt Reich mit den einzelnen Entwicklungsstadien der Menschwerdung: der Embryonalentwicklung. Dem menschlichen Genom widmet er das nächste Kapitel, es folgen Abschnitte über Stammzellen, Klonen, Embryonenselektion vor und während der Schwangerschaft und über Ingenieurstechnik in der Keimbahn. So weit so gut -- Reich wäre nicht der Erste, der diese Themen dem Laien verständlich zu machen sucht. Das Besondere des Buchs befindet sich jeweils am Ende der Kapitel: Auf jedes Thema folgt ein fingierter Disput, in der zwei gegensätzliche Parteien versuchen, sich gegenseitig zu überzeugen: Gilt die Menschenwürde bereits für einen frühen Embryo oder lässt sich willkürlich eine Grenze ziehen? Ist Klonen wirklich "unnatürlich"? Ist es ein Unterschied, ob man (kranke) Embryonen vor oder während einer Schwangerschaft verwirft?
Auch wenn immer schnell klar ist, welcher Diskussionspartei der Autor angehört: Der gestellte Disput ist ein ehrliches Bemühen, alle gängigen Argumente in der aktuellen Diskussion darzustellen und auch ernst zu nehmen. Sehr wohltuend wirkt der Wechsel von sachlicher Information und ethischer Grundsatzdebatte, und das Anliegen des Buches ist deutlich eher eine Konsensbildung als das Vertreten des eigenen Standpunktes. Ein sachliches und gleichzeitig zutiefst menschliches Buch -- unbedingt empfehlenswert. --Birgit Will

 


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Forschungsobjekt Embryo. Bestellbutton Amazon
von Reinhard Merkel

Broschiert - 294 Seiten - Dtv
Erscheinungsdatum: November 2002

Kurzbeschreibung: Das kategorische Verbot der "verbrauchenden" Forschung an menschlichen embryonalen Stammzellen ist Ausdruck nicht einer "hohen", sondern einer irrigen Moral und hat keine verfassungsrechtliche Basis. Zu diesem Ergebnis kommt der renommierte Rechtsphilosoph Reinhard Merkel in der vorliegenden Studie, in der er sich detailliert mit den rechtlichen und ethisch-moralischen Aspekten des Themas befasst und einen Entwurf zur Änderung des Embryonenschutzgesetzes vorlegt.

Anmerkung: Auch wenn Merkel sicher nicht die Ansichten kritischer BioethikerInnen vertritt, ist es dennoch sicher lohnenswert, sich mit seinen Ansichten auseinanderzusetzen.

 


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Forschung an embryonalen Stammzellen Bestellbutton Amazon
von Gisela Bockenheimer-Lucius

Broschiert - 180 Seiten - Deutscher Arzte-Verlag
Erscheinungsdatum: 2002

Kurzbeschreibung
Seit der Gewinnung der ersten embryonalen Stammzellen von Mäusen durch James Thomson im Jahre 1998 wird das Interesse an der Forschung mit menschlichen embryonalen Stammzellen von heftigen wissenschaftlichen wie öffentlichen Diskussionen begleitet. Dabei stehen auf Seiten der Medizin, der Forschung und vieler Patienten vor allem große therapeutische Hoffnungen im Mittelpunkt. Ebenso nachdrücklich ist andererseits die Reflexion und Debatte grundsätzlicher ethischer Normen. Die Frage nach dem moralischen Status des Embryos und seiner Schutzwürdigkeit scheint in unserer Gesellschaft aufgrund divergierender Wertvorstellungen und Überzeugungen nicht im Konsens beantwortbar. Der vorliegende Band widmet sich daher jenseits der Statusfrage vornehmlich impliziten sozial-ethischen und rechtlichen Problemen einer Forschung am Embryo, die ebenso zu recht unterschiedlichen moralischen Urteilen führen.

 


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Stammzellen im Diskurscover
von Christof Tannert, Peter Wiedemann

Broschiert - 167 Seiten, Ökom-Verlag
Erscheinungsdatum: Dezember 2004

Klappentext:

Im Kontext divergierender Expertenmeinungen zu Risiken und Chancen der Biomedizin führte das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in Berlin die "Bürgerkonferenz zur Stammzellforschung 2004" durch. Als Instrument der partizipativen Technikfolgenbewertung verfolgt die Bürgerkonferenz das Ziel, den Einfluß von Laien auf Entscheidungsprozesse zu gesellschaftlich umstrittenen Forschungsfeldern zu stärken.
Im vorliegenden Sammelband werden Theorie, Ablauf und Ergebnisse der Bürgerkonferenz präsentiert und kritisch reflektiert. Vor dem Hintergrund demokratischer Entscheidungsprozesse diskutieren die Autorinnen und Autoren die naturwissenschaftlichen, ethischen und rechtlichen Dilemmata der Biomedizin und liefern wertvolle Ansätze zur Gestaltung eines breiten öffentlichen Diskurses.
Aufgrund der konkreten Erfahrungswerte der Konferenz dient das Buch auch als praktischer Leitfaden zur Durchführung bürgerbeteiligter Verfahren.

Inhaltsverzeichnis:

  • Grußwort: Wolfgang Thierse
  • Vorwort der Herausgeber: Christof Tannert und Peter Wiedemann - Stammzellen können unser Leben verändern.

I Handlungsfähig im Dilemma

  • Reto U. Schneider: Vermittlungsstörungen? Reflexionen zum Spannungsfeld (Bio)Wissenschaft – Öffentlichkeit
  • Margot von Renesse: Gesetzgebung im ethischen Wertekonflikt
  • Julian Nida-Rümelin: Der ethische Diskurs in der modernen Medizin
  • Jan P. Beckmann: Zu Eigenart, Methodik und Zielsetzung ethischer Analyse
  • Christian Kummer: Was spricht gegen Stammzellen und Klonen? Zur Beurteilung der verbrauchenden Embryonenforschung

II Biomedizinische Forschung im Diskurs: Bürgerbeteiligung

  • Rolf Kreibich: Zur Organisation von Verantwortung im Dialog von Wissenschaft und Gesellschaft
  • Jörg Niewöhner: Integration von Bürgerbeteiligung als politische Aufgabe? Alfons Bora: Was leisten Konsensuskonferenzen? Partizipative Technikbewertung aus der Sicht der Wissenschaftssoziologie
  • Thomas von Schell: Erfahrungen mit Dialogen: das Beispiel Bürgerforen

III MDC-Bürgerkonferenz Stammzellforschung

  • Sven Pompe und Christof Tannert: Stand der Stammzellforschung und Ethikdebatte in Deutschland
  • Ali ben Salem und Christof Tannert: Planung und Organisation der Bürgerkonferenz
  • Olaf-Axel Burow und Kathrin Kühnemuth: Brauchen Wissenschaft und Politik Bürgerberatung? Möglichkeiten und Grenzen der Bürgerkonferenz
  • Birgitt Erdwien: Bürgerpartizipation als Gruppenprozess: Ergebnisse der begleitenden Evaluation
  • Ergebnis der Bürgerkonferenz 2004: Das Bürgervotum zur Stammzellforschung

IV Anhang

  • Statements der Bürgerinnen und Bürger zur Bürgerkonferenz Stammzellforschung
  • Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Bürgerkonferenz Stammzellforschung
  • Beteiligte Expertinnen und Experten an der öffentlichen Anhörung der Bürgerkonferenz vom 12.-13. März 2004
  • Gesamtliteraturverzeichnis
  • Verzeichnis der Autorinnen und Autoren

Die Autoren:

Christof Tannert, Biologe und Theologe, leitet die interdisziplinäre Arbeitsgruppe Bioethik und Wissenschaftskommunikation am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin Berlin.

Peter Wiedemann, Psychologe, ist Leiter der Programmgruppe Mensch, Umwelt, Technik am Forschungszentrum Jülich. Sein Forschungsschwerpunkt liegt in der Analyse des gesellschaftlichen Umgangs mit Chancen und Risiken wissenschaftlicher und technischer Entwicklungen.

 



Reproduktionsmedizin, Vorgeburtliche Diagnostiken (Präimplantationsdiagnostik PID und Pränataldiagnostik PND)

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Verkörperte Technik - Entkörperte Frau Bestellbutton Amazon
von Sigrid Graumann, Ingrid Schneider

Broschiert - 247 Seiten - Campus Verlag
Erscheinungsdatum: Oktober 2003

Kurzbeschreibung
Klonen, Embryo-Stammzellen und Gentests schreiben Schlagzeilen. Die Debatte bewegt sich zwischen Embryonenschutz und Standortpolitik. Muss, wer ja zum Schwangerschaftsabbruch sagt, auch die Embryonenforschung gutheißen? Aus feministischer Sicht ist dies nicht die einzig wesentliche Frage. Pränatale Diagnostik hat das Schwangerschaftserleben grundlegend verändert und zur Schwangerschaft "auf Probe" geführt. Der Embryo-Gentest im Labor wird nun damit gerechtfertigt, Frauen mit einem hohen Risiko für ein behindertes Kind einen belastenden späten Abbruch ersparen zu wollen. Die Verfügbarkeit von Eizellen und Embryonen für die Stammzell-Forschung setzt voraus, dass Frauen sich den Prozeduren der künstlichen Befruchtung unterziehen und dabei Keimzellen als begehrte Rohstoffe liefern. Das Buch hinterfragt aus philosophischer, sozialwissenschaftlicher und kulturwissenschaftlicher Sicht, welche Neukonzeptionen von Körperlichkeit, verantwortlicher Elternschaft, und Steuerbarkeit des Nachwuchses durch die technischen Innovationen mit erzeugt werden. Damit setzt es Geschlechterverhältnisse und Technikentwicklung ins Verhältnis und fragt nach frauenpolitischen Interventionsmöglichkeiten.

Herausgeberinnen:
Sigrid Graumann, Dr. rer nat, studierte Biologie an der Universität Tübingen. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut Mensch Ethik und Wissenschaft in Berlin.
Ingrid Schneider, Dr. phil, Diplompolitologin, studierte Politische Wissenschaften in Hamburg. Sie ist dort wissenschaftliche Mitarbeiterin der Forschungsgruppe Medizin/ Neurowissenschaften am Forschungsschwerpunkt Biotechnologie, Gesellschaft, Umwelt (BIOGUM). Von 2000 bis 2002 waren beide Herausgeberinnen sachverständige Mitglieder der Enquete-Kommission "Recht und Ethik der modernen Medizin" des Deutschen Bundestages.

 


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Vom Stammbaum zur Stammzelle Bestellbutton Amazon
von Elmar Brähler, Yve Stöbel-Richter, Ulrike Hauffe

Broschiert - 335 Seiten - Psychosozial-Verlag
Erscheinungsdatum: August 2002

Kurzbeschreibung
Die jüngsten Entwicklungen in der Reproduktionsmedizin, welche sich durch eine grosse Nachhaltigkeit auszeichnen, wird das Leben zukünftiger Generationen entscheidend bestimmen. Vor allem durch die schrittweise Entkopplung von Sexualität, Befruchtung und Fortpflanzung durch die Medizin ergibt sich in den letzten Jahren verstärkter Handlungsbedarf sowohl in der Wissenschaft als auch in der Politik. Während die Verhütungsmittel, insbesondere die Pille, bei Menschen im fortpflanzungsfähigen Alter Sexualität ohne Fortpflanzung ermöglichte, kam es nach der Entwicklung von IVF 1978 zu einer Abkopplung der Fortpflanzung von der Sexualität. Mit der Entwicklung von ICSI 1991 wurde die Fortpflanzung auch ohne die Fruchtbarkeit des Mannes möglich. Durch die neuesten Verfahren wie die Präimplantationsdiagnostik und die damit mögliche Rohstoffentwicklung für embryonale Stammzellen wird inzwischen die Befruchtung auch ohne Fortpflanzung angedacht. Die jüngsten Diskussionen um die Änderungen des Embryonenschutzgesetzes im Zusammenhang mit den Verfahren der Präimplantatiosdiagnostik und des Klonens haben die hohe gesellschaftliche und ethische Brisanz dieser Themen erneut in den Vordergrund gestellt.
Das vorliegende Buch setzt sich kritisch mit den neuesten Entwicklungen in der Reproduktionsmedizin und Pränataldiagnostik sowie deren ethischen, sozialen, genetischen und rechtlichen Folgen für den Einzelnen als auch für die Gesellschaft auseinander. Das Spektrum der verschiedenen Beiträge ist dabei sehr weit gefasst und deckt verschiedenste Aspekte der Gegenstandsdiskussion ab. U. a. werden folgende Themenschwerpunkte diskutiert: Soziale, biologische, genetische und rechtliche Elternschaft - Die Geburt eines behinderen Kindes als Schaden - Pränataldiagnostik in der Schwangerenvorsorge - Genetische Beratung - Auswirkungen und Folgen der Reproduktionstechnologien - Stammzellforschung/ Gentechnik - Präimplantationsdiagnostik.
Mit Beiträgen von: B. Brosig, L. A. Vascovics, T. Degener, M. Kurmann, B. Duden & S. Samerski, E. Schindele; G. Berg, I. Werth & E. Barbian, E. Benda, B. Sorg, I. Schneider, S. Graumann, K. Dörner, E. Beck-Gernsheim, R. Kollek, T. Voigt, Y. Stöbel-Richter & E. Brähler.

 


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Babys aus dem Labor. Segen oder Fluch? Bestellbutton Amazon
von Theresia Maria de Jong

Broschiert - 240 Seiten - Beltz
Erscheinungsdatum: August 2002

Kurzbeschreibung
Kinderkriegen war einmal reine Frauensache. Der Körper der Frau, der das "Wunder der Fortpflanzung" vollbrachte, wurde bewundert, geachtet und mit Ehrfurcht behandelt. Aus ihrem Vermögen, Leben zu spenden, erwuchs der Frau Macht und Ansehen. Und heute? Heute verkauft die Medizintechnologie Leben. Sie überwacht, dass Leben entsteht und das sich dieses Leben auch normgetreu entwickelt? Selektionsschranken sind im Entstehen, auch wenn niemand es so deutlich ausspricht. Ein kritisches Buch über den berechtigten Kinderwunsch jeder Frau aber auch über diejenigen, die zunehmend darüber bestimmen. Vordergründig geht es immer um den weiblichen Wunsch, um ihr "Recht" auf ein eigenes, gesundes Kind. Aber die Lebensaufgabe und der Wert der Frau wird dabei zunehmend nach patriarchalischen Grundmuster auf ihre Rolle als Mutter reduziert. Und so ist in den über 70 Befruchtungszentren allein in Deutschland die Zeugung bereits heute ein Herstellungsprozess geworden, an dem die Frau im Grund nur noch am Rande beteiligt ist. Nach wie vor aber ist es ihr Körper, an dem manipuliert wird. Und für die Konsequenzen hat sie letztlich die Verantwortung zu tragen. Das vorliegende Buch geht der Frage nach, was passiert, wenn das Wunschkind auf sich warten lässt, es schildert die Machbarkeitsphantasien von Männern und ob sie wirklich im Interesse der betroffenen Frauen handeln. Es fragt nach dem weiteren Schicksal, "künstlich" gezeugter Kinder, diskutiert die Auswirkungen der Stammzellen Forschung und schließt mit einem Ratgeberteil, in dem der "natürliche Weg zu einem Kind" ausführlich besprochen wird und auch, wie ein "Leben ohne Kinder" Erfüllung bringt.

 


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Wie weit gehen wir für ein Kind? Bestellbutton Amazon
von Martin Spiewak

Gebundene Ausgabe - 272 Seiten - Eichborn
Erscheinungsdatum: September 2002

Kurzbeschreibung
Jedes sechste Paar in Deutschland wartet vergeblich auf Nachwuchs. Kinderkriegen ist zu einem Problem geworden. Zunehmend mehr Männer und Frauen versuchen ihre Hoffnung auf ein Wunschkind mit Hilfe der modernen Fortpflanzungsmedizin einzulösen. So geht die Zahl der Kinder, die im Reagenzglas gezeugt wurden, bereits in die Hunderttausende. Neue Methoden, wie die Spermainjektion ins Ei (ICSI), finden rasant Verbreitung, obwohl die Spätfolgen heute noch nicht absehbar sind. In einer Mischung aus Reportage und Faktenwissen läßt Martin Spiewak jene zu Wort kommen, die in den Debatten der Öffentlichkeit wenig Gehör finden: die Betrof-fenen. Wie ergeht es Kinderlosen, die sich einer künstlicher Befruchtung unterziehen? Was versprechen sich Frauen, die für eine fremde Eizelle bis nach Spanien reisen? Wie wurde aus der "guten Hoffnung" einer Schwangerschaft ein neun Monate dauerndes Risiko? 20 Jahre nach dem ersten deutschen Retortenbaby bietet Martin Spiewak den längst fälligen Überblick über den aktuellen Stand der Fortpflanzungsmedizin und infor-miert über die Möglichkeiten der Zukunft.

 


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Der Traum vom eigenen Kind Bestellbutton Amazon
von Tewes Wischmann, Heike Stammer

Broschiert - 200 Seiten - Kohlhammer
Erscheinungsdatum: Juli 2001

Der Autor über sein Buch
Konkrete psychologische Hilfe bei unerfülltem Kinderwunsch
In den letzten Jahren sind etliche Ratgeber für Paare, die sich mit ungewollter Kinderlosigkeit auseinandersetzen, auf den Markt gekommen. Weshalb dann noch einen weiteren Ratgeber? Wir sind der Meinung, dass die seelischen Aspekte ungewollter Kinderlosigkeit in vielen Fällen zu sehr am Rande abgehandelt werden - meistens unter der Rubrik "Psyche, Stress und Hormone" -, gelegentlich allerdings sogar schlichtweg falsch ("Wenn eine Frau ein Kind will und keines bekommt, dann will sie unbewusst eigentlich kein Kind").
Unser Anliegen ist es, Ihnen mit diesem Ratgeber eine Hilfe zu geben, sich mit den seelischen Aspekten von Fruchtbarkeitsstörungen auf wissenschaftlich abgesicherter Grundlage zu beschäftigen. Denn die Psyche spielt bei Fruchtbarkeitsstörungen immer eine wichtige Rolle, sei es bei der (Mit-)Verursachung, viel häufiger aber noch bei der Bewältigung dieser Situation. Für etliche Paare stellt ungewollte Kinderlosigkeit eine existenzielle Krise dar, die seelisch über längere Zeit belastend sein kann, insbesondere für die Frau. Wie Sie konkret der seelischen Belastung bei ungewollter Kinderlosigkeit begegnen bzw. damit besser umgehen können, wird in diesem Ratgeber aufgezeigt.
In erster Linie wendet sich dieses Buch an Paare, die sich ein Kind wünschen, bei denen sich eine Schwangerschaft aber nicht einstellt oder nicht zur Geburt eines gesunden Kindes führt. Profitieren werden von dieser Lektüre darüber hinaus auch Angehörige, Freunde, Bekannte von ungewollt kinderlosen Paaren. Obwohl das Thema "unerfüllter Kinderwunsch" in der Öffentlichkeit inzwischen zunehmend diskutiert wird, und die Vielzahl der fortpflanzungsmedizinischen Verfahren die erfolgreiche Behandelbarkeit fast aller Formen von Fruchtbarkeitsstörungen zu versprechen scheinen, ist der Umgang mit dem betroffenen Paar häufig von Hilflosigkeit, Scham und Tabuisierung geprägt.
(aus dem Vorwort des Buches)

Über den Autor
Dipl.-Psych. Dr. Tewes Wischmann, psychologischer Psychotherapeut und Psychoanalytiker (nach C.G. Jung) war Projektleiter der vom Bundesforschungsministerium geförderten Studie "Heidelberger Kinderwunsch-Sprechstunde" und ist wissenschaftlicher Angestellter der Psychosomatischen Universitätsklinik Heidelberg. Dipl.-Psych. Dr. Heike Stammer ist psychologische Psychotherapeutin und systemische Supervisorin. Von 1995 bis 2000 war sie Projekttherapeutin und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der "Heidelberger Kinderwunsch-Sprechstunde". Zur Zeit ist sie wissenschaftliche Angestellte der Universitätsfrauenklinik Heidelberg. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiert.

 


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Bürgerkonferenz: Streitfall Gendiagnostik. Bestellbutton Amazon
Ein Modellprojekt der Bürgerbeteilung am bioethischen Diskurs.
von Silke Schicketanz (Herausgeber), Jörg Naumann (Herausgeber)

Broschiert - 150 Seiten - Leske & Budrich
Erscheinungsdatum: November 2002

Kurzbeschreibung: (Quelle: www.buergerkonferenz.de)
Die "Bürgerkonferenz Streitfall Gendiagnostik" war ein Projekt der Stiftung Deutsches Hygiene-Museum, Forum Wissenschaft von Oktober 2000 bis Dezember 2001
Auf Einladung des Deutschen Hygiene-Museums kamen 19 zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger aus der gesamten Bundesrepublik, in einer breiten Altersstruktur und aus vielfältigen Tätigkeitsbereichen in Dresden zusammen, um sich im Streitfall: "Gendiagnostik" eine Meinung zu bilden.
Sie bekamen einen Einblick in die vielfältigen komplexen Auswirkungen und in die kontrovers diskutierte Sachlage und bezogen nach ihren eigenen Gewissens- und Moralvorstellungen Stellung Sie haben es sich zum Ziel gesetzt, ihre Empfehlungen an die Öffentlichkeit zu bringen und sie insbesondere an Entscheidungsträger in Politik und Wissenschaft zu richten.
Aus dem breiten Spektrum der Gendiagnostik haben wir sie sich für die drei folgenden Bereiche entschieden: Gentests für die Gesundheitsvorsorge, Präimplantationsdiagnostik, Pränatale Diagnostik.
Sie betreffen einen Großteil unserer Bevölkerung, beinhalten viele Risiken und Unsicherheiten und sind unter verschiedenen Aspekten von Brisanz. Es besteht rechtlicher Regelungsbedarf.

 


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Ethik der genetischen Frühdiagnostik. Bestellbutton Amazon
von Hille Haker

Broschiert - 239 Seiten - Mentis-Verlag
Erscheinungsdatum: Mai 2002

Kurzbeschreibung
Durch die Entwicklung von medizinischen und biomedizinischen Untersuchungsmethoden werden immer mehr erblich bedingte Krankheiten und Behinderungen erkennbar. Besondere ethische Probleme werfen dabei die Tests im Kontext der Fortpflanzungsmedizin und Schwangerenvorsorge auf. Auf welcher Grundlage fällen wir aber unsere ethischen Urteile? Wie können Eltern, medizinisches Personal und die Gesellschaft die Frage nach der Verantwortung im Kontext der genetischen Frühdiagnostik beantworten? Neben einer detaillierten Aufarbeitung der Ziele und der Intentionen, der Probleme und der Konflikte, die vor allem für Paare und Eltern entstehen können, stehen unterschiedliche Bewertungen der Pränataldiagnostik und Präimplantationsdiagnostik zur Diskussion.
Auf der Grundlage einer Ethik der Menschenrechte und der Ethik des guten Lebens legt Hille Haker eine ethische Argumentation vor, die einerseits die Kontexte der Fortpflanzungsmedizin in ihrer gesellschaftlichen Relevanz berücksichtigt, andererseits aber die normativen Ansprüche der verschiedenen beteiligten und betroffenen Akteure angemessen zu berücksichtigen sucht. Es zeigt sich, daß eine differenzierte und dennoch klare ethische Bewertung der genetischen Frühdiagnostik möglich ist, die in der Beratung vo n Paaren und Eltern ihren Niederschlag finden kann. Zugleich ist die ethische Bewertung aber Grundlage für die gesellschaftlich neu zu definierende Übernahme der Verantwortung in Fortpflanzungsmedizin, Schwangerschaft und Familienförderung, die der politischen und rechtlichen Regelung bedarf.

Autorenportrait
Hille Haker, geb. 1962, Studium der Katholischen Theologie, Germanistik und Philosophie, Mitglied des Interfakultären Zentrums für Ethik in den Wissenschaften, dort Durchführung und wissenschaftliche Koordination verschiedener europäischer Projekte zur biomedizinischen Ethik, derzeit Privatdozentin für Theologische Ethik an der Kath.-Theol. Fakultät der Universität Tübingen

 


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"Kind als Schaden" Bestellbutton Amazon
Die höchstrichterliche Rechtsprechung zur Arzthaftung für den Kindesunterhalt bei unerwünschter Geburt eines gesunden, kranken oder behinderten Kindes.
von Ulrike Riedel, erstellt im Auftrag des Institutes Mensch, Ethik und Wissenschaft.

Broschiert - 159 Seiten - Mabuse-Verlag
Erscheinungsdatum: Mai 2003

Klappentext:
Im Juni 2002 veröffentlichte der Bundesgerichtshof seine Entscheidung zu einem Fall, der in der Öffentlichkeit unter dem Schlagwort "Kind als Schaden" bekannt wurde. Eltern eines Kindes mit Behinderung hatten eine Ärztin auf Schadensersatz verklagt, weil diese die Behinderung nicht erkannt bzw. nicht mitgeteilt hatte, und Recht bekommen. Dieses Urteil hat zu heftiger Kritik von verschiedenen Seiten geführt; es wurde befürchtet, es könne wie die Vorgängerurteile zur Ausufereung der Pränataldiagnostik führen.
Die Autorin hat die höchstrichterliche Rechtsprechung der vergangenen Jahre zur Arzthaftung bei unerwünschter Geburt eines gesunden, kranken oder behinderten Kindes untersucht. Das Buch stellt die Hintergründe der komplexen Materie präzise und auch für Laien verständlich dar und macht deutlich, dass Ärzte keineswegs verpflichtet sind, Paare zur Pränataldiagnostik zu drängen oder sogar zu einem Abbruch der Schwangerschaft zu raten.

 


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Gestern "lebensunwert" - heute "unzumutbar". Wiederholt sich die Geschichte doch? Bestellbutton Amazon
von Herbert Csef, Anneliese Funnemann, Alexander Lohner, Ingolf Schmid-Tannwald (Herausgeber)

Broschiert - Zuckschwerdt
Erscheinungsdatum: August 2000

Kurzbeschreibung
Die Abwertung menschlichen Lebens als "lebensunwert" führte zur aktiven Euthanasie in der NS-Zeit. Diese Methode wiederum hatte Modellcharakter für die Ermordung vor allem "rassisch minderwertiger" oder "unproduktiver" gesunder Menschen. Heute führt eine erneute Fremdbewertung menschlichen Lebens zur massenhaften vorgeburtlichen Kindstötung. In allgemein verständlicher und kompetenter Weise werden die geistigen Hintergründe, die praktische Durchführung und die Finanzierung dieser Verbrechen gegen die Menschlichkeit im vorliegenden Buch dargestellt. Dabei zeigen sich vielfältige und erschreckende Parallelen.

 


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Abtreibung und Lebensschutzcover
Tötungsverbot und Recht auf Leben in der politischen und medizinischen Ethik
von Martin Rhonheimer

Broschiert - 236 Seiten - Schöningh
Erscheinungsdatum: November 2003

Klappentext
Die drei in diesem Band vereinigten Studien zur Bioethik behandeln die politisch-ethische Begründung des Lebesnschutzesim demokratischen verfassungsstaat, den Personen-Status und das damit verbundene Recht auf Leben von Föten und Embryonen und schließlich die medizinische Frage der Abtreibung in vitalen Konfliktfällen. Dabei geht es um die Klärung der Natur des tötungsverbots und er Herausarbeitung von Gerechtigkeitsprinzipien bezüglich der Ungeborenen sowohl für das politische wie auch das ärztliche Handeln.
Nicht nur die Verkennung des Personseins und des damit verbundenen Lebesnrechtes des Ungeboreneen auf der politisch-verfassungsrechtlichen Ebene, sondern auch die auf Fragen über Leben und Tod ausgeweitete Methode der Güterabwägung im Bereich des ärztlichen Handelns führen dazu, das klassische Tötungsverbot aufzuweichen und so die Grundlagen eines EThos des Lebensschutzes in Frage zu stellen und damit eine "Kultur des Todes" zu fördern, in der Töten zum normalen Mittel der Konfliktlösung wird.

Inhalt in Kurzform:

Einleitung: Das menschliche Leben zwischen Schutz und Bedrohung

  1. Grundrechte, Moralgesetz und Lebensschutz im demokratischen Verfassungsstaat.
    Zur politischen Ethik der Enzyklika Evangelium vitae
  2. Absolute Herrschaft der Geborenen?
    Embryonen, Föten und Personen: Anatomie und Kritik eines Argumentationsmodells
  3. Güterabwägung, Tötungsverbot und Abtreibung in vitalen Konfliktfällen.
    Lösungsversuch eines klassischen gynäkologischen Dilemmas aus tugendethischer Perspektive

 


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Spätabbrüche der Schwangerschaft
Überlegungen zu einer umstrittenen Praxis
von Josef Römelt (Hrsg.)

Broschiert - 92 Seiten - St. Benno Verlag
Erfurter Theologische Schriften, Bd. 33
Erscheinungsdatum: April 2005

Klappentext:
Die Praxis der späten Schwangerschaftsabbrüche belastet alle beteiligten schwer: die schwangerern Frauen, ihre Familien, die Ärzte und Hebammen. Und doch gibt es keinen leichten Ausweg aus den Konflikten. Ärztliche Kompetenz versucht die Verantwortung bei der pränatalen Diagnostik und bei der Begleitung der Schwangeren auf möglichst umfassende fachliche Urteilskraft zu gründen. Recht und Politik setzen auf eine kluge und menschliche Anwendung der bisher gefundenen Lösung der Gesetzgebung. Die theologische Ethik würdigt die moralische Sensibilität, die hinter diesen Suchbewegungen steht. Aber sie dringt auf eine Überwindung der Verdrängung von Leid und der Grenzen menschlichen Lebens. Sie verbindet sich in diesem Anliegen mit den Perspektiven einer Sozialpädagogik, die in der gegenwärtigen Gesellschaft schon immer für die Rechte und Chancen derer eintreten muß, welche leicht an den Rand der Gesellschaft geraten.

Kommentar Chr. Frodl (IG Kritische Bioethik Bayern)
Ein Buch zu einem Thema, zu dem es nahezu kaum Material gibt. Es beleuchtet mit vier Beiträgen aus Medizin, Rechtswissenschaft und Theologie die Praxis der Spätabtreibungen aus ihrer Perspektive. Der vierte Beitrag handelt vom anschaulichen Beispiel der Kinder mit Anencephalie. Autoren des Bandes sind

  • Dr. med. habil. Christiane Kähler (Priv. Doz. an der Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Friedrich-Schiller-Universität Jena) mit dem Beitrag "Schwangerschaftsabbruch aus medizinsicher Indikation - medizinisch-diagnostische Aspekte und Praxis an der Universitätsfrauenklinik Jena"
  • Dr. jur. Wolfram H. Eberbach (Ministerialdirigent, Deutsche Gesellschaft für Medizinrecht e.V., Akademie für Ethik in der Medizin) zu den juristischen Aspketen von Spätabbrüchen,
  • Prof. Dr. theol. Josef Römelt (Lehrstuhl für Moraltheologie und Ethik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Erfurt) zum Thema "Spätabbruch nach pränataler Diagnostik - ein ethisches Dilemma?" und
  • Prof. Dr. phil. Harald Goll (Lehrstuhl für Pädagogik für Menschen mit geistiger Behinderung an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Erfurt) zum Interdisziplinären Stand der forschung, ethische Posititionen und Hilfestellung für Eltern und Kind bei Kindern mit Anencephalie.

Rundum ist dieses Buch ein Werk, das man zu dieser brisanten Thematik gelesen haben sollte, da hier erheblicher Diskussionsbedarf besteht, um den sich insbesondere VertreterInnen aus der Politik seit Jahren drücken.

 


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Muß dieses Kind am Leben bleiben? Das Problem schwerstgeschädigter Neugeborener. Bestellbutton Amazon
von Helga Kuhse, Peter Singer (Herausgeber)

Sondereinband - 317 Seiten - Harald Fischer Verlag
Erscheinungsdatum: 1993

Wichtiger Hinweis C.F.: Mit der Auflistung dieses Buches soll keine Werbung für die Thesen von Peter Singer gemacht werden, sondern kritischen Bioethik-BeobachterInnen die Möglichkeit gegeben werden, sich über die Thesen eines der wohl umstrittensten Bioethiker der vergangenen Jahre aus erster Hand zu informieren. Mit diesem Buch begann eine der heftigsten bioethischen Debatten in Deutschland.

Kurzbeschreibung
Bereits vor seinem Erscheinen löste das Buch eine heftige Kontroverse aus. Die moderne Medizin ermöglicht heute sogar die zeitweise Lebenserhaltung anenzephaler Neugeborener. Doch kann das Credo der Medizin die Lebenserhaltung um jeden Preis sein, bei der das Wohl der Betroffenen in den Hintergrund rückt?
Kuhse und Singer stellen in Muß dieses Kind am Leben bleiben? die Frage, ob im Umgang mit schwerstgeschädigten Neugeborenen in jedem Fall alles getan werden muß, um dieses Leben zu erhalten, oder ob es auch Fälle geben kann, in denen es moralisch geboten ist, das Leben eines Neugeborenen nicht um jeden Preis und unter Einsatz aller Mittel der medizinischen Technik zu erhalten. - Und weiter: ob es in einem solchen Fall nicht humaner ist, dem Kind durch aktives Handeln zu einem schnellen und schmerzlosen Tod zu verhelfen, anstatt es einem langsamen und leidvollen Sterben zu überlassen.

Über den Autor
Peter Singer ist in Deutschland vor allem mit seinem Buch Praktische Ethik bekannt geworden. Seine Bücher zur Bioethik haben über Jahre heftige Kontroversen ausgelöst. In der angelsächsischen Welt kennt man Peter Singer primär als Autor von Animal Liberation, das oft als "Bibel" der Tierrechtsbewegung bezeichnet wird. Peter Singer hat viele Jahre an der Monash University in Melbourne/Australien gelehrt und ist seit 1998 Professor an der Princeton University, USA.
Helga Kuhse, Ph.D., lehrte bis 1999 als Professorin an der Monash University Melbourne/Australien und war Direktorin des dortigen Centre for Human Bioethics. Sie ist jetzt Senior Research Fellow am Centre for Human Bioethics. U.a. erschien von ihr "Die 'Heiligkeit des Lebens' in der Medizin. Eine philosophische Kritik" (ISBN 3-89131-028-5), 1993.

 


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Ethik des Lebens. Ein theologischer Grundriß. Bestellbutton Amazon
von Eberhard Schockenhoff

Broschiert - 461 Seiten - Matthias-Grünewald-Verlag
Erscheinungsdatum: Juli 2000

Aus der Amazon.de-Redaktion
Gesundheit und Krankheit, Abtreibung und Euthanasie, Bevölkerungswachstum und Familienplanung, Tierschutzethik: In seinem Entwurf einer Bioethik hat der seinerzeit in Regensburg, heute in Freiburg katholische Moraltheologie lehrende Autor, der zu den profiliertesten deutschsprachigen katholischen Ethikern der Gegenwart zählt, seinen Themenbereich umfassend behandelt und damit aus katholischer Feder den ersten Versuch einer erschöpfenden "Ethik des Lebens" vorgelegt, die die menschliche Verantwortung für das Leben in ihrer ganzen Breite buchstabiert.
Diesem thematischen Durchgang, der z.B. neben den ethischen Problemen der Organtransplantation (Hirntodkriterium) auch die aktuelle Fragestellung der genetischen Diagnostik (Stichwort: "prädiktive Medizin") entfaltet, schaltet er eine ebenso umfassende Behandlung der Grundlegungsprobleme einer Lebensethik vor. Hier wird die Alternative von Biozentrik und Anthropozentrik ebenso diskutiert wie das Problem einer teleologischen Interpretation der Natur. Der in der gegenwärtigen Diskussion besonders kontrovers diskutierte Begriff der Menschenwürde findet besondere Aufmerksamkeit ebenso wie - eng damit verbunden - der Begriff der Person und ihr Verhältnis zum leiblichen Leben. Neben die (unbedingte) Würde des Menschen tritt dabei der echte Eigenwert des untermenschlichen Lebens als vom Menschen zu achtende Größe. Wichtig sind auch die Überlegungen zum Zusammenhang von Menschenwürde und Tötungsverbot - ein Knotenpunkt der aktuellen Diskussion um das "therapeutische Klonen". Schockenhoff diskutiert dabei alle Themenstellungen des Buches ausdrücklich sowohl unter philosophischer wie theologischer Perspektive. Die normativen Optionen des Buches erheben so den Anspruch auf allgemeine Geltung und wollen alles andere sein als eine "religiöse Sonderethik": Der Rationalitätsanspruch christlicher Ethik wird umfassend eingelöst, ohne dass die theologischen Aspekte zu kurz kämen. Kurz: Ein ausgezeichnetes Buch, das den Leser umfassend und kompetent orientiert. -Martin Brüske

 



Embryonenforschung

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Forschung an embryonalen Stammzellen Bestellbutton Amazon
von Gisela Bockenheimer-Lucius, Gisela Bockenheimer- Lucius

Broschiert - 180 Seiten - Deutscher Arzte-Verlag
Erscheinungsdatum: 2002

Kurzbeschreibung
Seit der Gewinnung der ersten embryonalen Stammzellen von Mäusen durch James Thomson im Jahre 1998 wird das Interesse an der Forschung mit menschlichen embryonalen Stammzellen von heftigen wissenschaftlichen wie öffentlichen Diskussionen begleitet. Dabei stehen auf Seiten der Medizin, der Forschung und vieler Patienten vor allem große therapeutische Hoffnungen im Mittelpunkt. Ebenso nachdrücklich ist andererseits die Reflexion und Debatte grundsätzlicher ethischer Normen. Die Frage nach dem moralischen Status des Embryos und seiner Schutzwürdigkeit scheint in unserer Gesellschaft aufgrund divergierender Wertvorstellungen und Überzeugungen nicht im Konsens beantwortbar. Der vorliegende Band widmet sich daher jenseits der Statusfrage vornehmlich impliziten sozial-ethischen und rechtlichen Problemen einer Forschung am Embryo, die ebenso zu recht unterschiedlichen moralischen Urteilen führen.

 


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Rechtliche Regelung der Embryonenforschung im internationalen Vergleich Bestellbutton Amazon
von Jochen Taupitz

Broschiert - Springer, Berlin
Erscheinungsdatum: November 2002
Kurzbeschreibung
Zulässigkeit und Grenzen der Forschung mit menschlichen Embryonen werden auf internationaler Ebene intensiv und mit zum Teil sehr unterschiedlichen Ergebnissen diskutiert. Gleichzeitig rücken angesichts des sich entwickelnden Wettbewerbs die Unterschiede in den nationalen Regelungen zunehmend in den Vordergrund. Aus deutscher Sicht haben nicht zuletzt die Diskussionen um den Import embryonaler Stammzellen und der Erlass des Stammzellgesetzes den Blick auf konkrete Regelungen der Embryonenforschung im Ausland gelenkt. In dem vorliegenden Band werden die Regelungskonzepte zur Embryonen- und Stammzellforschung in 21 europäischen und außereuropäischen Ländern dargestellt und analysiert. Eingegangen wird auf Fragen der Gewinnung und des Imports embryonaler Stammzellen, des therapeutischen und reproduktiven Klonens sowie auf verfahrensförmige Regelungen im Umfeld wissenschaftlicher und therapeutischer Anwendungsmöglichkeiten der Stammzellforschung.

Anmerkung C.F.: Jochen Taupitz ist Mitglied des umstrittenen Nationalen Ethikrates und u.a. Geschäftsführender Direktor des Instituts für Deutsches, Europäisches und Internationales Medizinrecht, Gesundheitsrecht und Bioethik der Universitäten Heidelberg und Mannheim.

 


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Gentechnik - Schöpfung aus Menschenhand? Bestellbutton Amazon
von Ulrich Eibach

Broschiert - 236 Seiten - Brockhaus, Haan
Erscheinungsdatum: Oktober 2002

Inhalt: (Quelle: Roland Graf, www.cloning.ch)
Der evangelische Prof. Ulrich Eibach ist Verfasser zahlreicher Publikationen zum Bereich medizinische Ethik. Ausgehend vom christlichen Menschenbild und Verständnis von Menschenwürde behandelt der Autor insbesondere Embryonenforschung (inkl. Klonen), pränatale und prädiktive Diagnostik und Präimplantationsdiagnostik. Das Buch wird mit einem Nachtrag zum Beschluss des Deutschen Bundestages bezüglich Import von embryonalen Stammzellen aus dem Ausland abgerundet.

 


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Die Diktatur der Gene. Biotechnik zwischen Machbarkeit und Menschenwürde. Bestellbutton Amazon
von Dietmar Mieth

Broschiert - 155 Seiten - Herder, Freiburg
Erscheinungsdatum: Oktober 2001

 

 


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Lizenz zum Töten. Der Preis des technischen Fortschritts in der Medizin. Bestellbutton Amazon
von Hans Grewel

Broschiert - 301 Seiten - Klett-Cotta
Erscheinungsdatum: April 2002

Kurzbeschreibung
"Die Medizin hat durch die technologischen Fortschritte eine unglaubliche Ausweitung ihres Leistungsangebots erfahren. Krankheiten, die bisher schicksalhaft angenommen werden mussten, können (vielleicht) geheilt werden. Dieser Fortschritt wird dadurch erkauft, dass menschliches Leben in bestimmten Phasen und Gestalten zerstört wird. Ärzte helfen nicht nur zu leben; sie haben auch gelernt zu töten - nicht brutal und offensichtlich, sondern unter wohlklingenden Namen wie 'Embryonenforschung', 'Prävention', 'Organspende' oder 'Sterbehilfe'. Ärzteschaft und Gesellschaft gewöhnen sich ans Töten. Wie aber könnte ein Neuanfang zwischen Mensch, Medizin und Maschine aussehen? Wie lassen sich Menschenwürde wahren und das Leben eines jeden Menschen schützen? Der Ethikexperte Hans Grewel gibt einen Überblick, analysiert die entgegengesetzten Konzepte und gibt Hilfen für ethische Entscheidungen. Das Buch des Ethikexperten und Theologen Hans Grewel bietet einen Überblick über die technisch bedingten Fortschritte der Medizin; eine Analyse der gefährlichen Logik der Biotechnologien; eine Gegenüberstellung der Konzepte von Ethik und Menschenbild."

 


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Politik des Lebens - Politik des Sterbens. Biomedizin in der liberalen Demokratie Bestellbutton Amazon
von Andreas Kuhlmann

Gebundene Ausgabe - 234 Seiten - Fest
Erscheinungsdatum: März 2001

Aus der Amazon.de-Redaktion:
Das neue Buch von Andreas Kuhlmann, der schon 1995 ("Sterbehilfe") und 1996 ("Abtreibung und Selbstbestimmung") zwei Bücher zu bioethischen Themen vorgelegt hat, hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Wer spannendes und notwendiges Hintergrundwissen zur Entwicklung der Biomedizin und zur bioethischen Debatte sucht, dem kann die Lektüre dieses Buches nur nachdrücklich empfohlen werden.
Der politische und gesellschaftliche Hintergrund der biomedizinischen Herausforderung, wird kenntnisreich ausgeleuchtet: Wie ist es zum Beispiel zum deutschen Embryonenschutzgesetz gekommen? Was waren damals die entscheidenden Argumente in den politischen Lagern und bei den Wissenschaftsorganisationen? Dabei zieht sich eine Problemstellung wie ein roter Faden durch das Werk: Wie lässt sich die politische Herausforderung der Biomedizin in einer liberalen Demokratie bewältigen, die auch insofern plural ist, als ihre Bürger von höchst unterschiedlichen moralischen und weltanschaulichen Einstellungen geprägt sind. Kuhlmann bemüht sich um Differenzierung, er wägt ab, lässt ein breites Spektrum von Positionen zu Wort kommen. Dabei bleibt er aber keinesfalls in der Position des neutralen Beobachters, sondern bezieht politisch und ethisch Stellung.
Hier fangen nun auch die Fragen an. Die argumentative Genese von Kuhlmanns Optionen bleiben oft sehr unklar, er appelliert an Selbstverständlichkeiten, die es keinesfalls sind. Ganz merkwürdig zum Beispiel ist seine Skrupulanz beim Hirntodkriterium -- die ohne Zweifel bedenkenswerte Gründe hat -- gegenüber seiner Großzügigkeit bei der Embryonenforschung, die damit auskommt, Scheinplausibilitäten anzuführen -- wie das "Zellhaufenargument", von dem er zudem weiß, dass es in der englischen Debatte bewusst als Propagandaformel lanciert worden ist. Ganz konkret: Hier hätte humanembryologisches Grundlagenwissen aus einem durchgearbeiteten jüngeren Lehrbuch arg zur Entmythologisierung beigetragen. Dennoch bleibt es dabei: Ein Buch, das die Lektüre wirklich lohnt. Martin Brüske

 


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Menschenwürde an den Grenzen des Lebens.
Einführung in Fragen der Bioethik aus christlicher Sicht.
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von Ulrich Eibach

Broschiert - 212 Seiten - Neukirchener
Erscheinungsdatum: November 2000

Aus der Amazon.de-Redaktion:
Die technischen und therapeutischen Fortschritte der Medizin haben in den letzten Jahrzehnten eine rasante Geschwindigkeit angenommen. So viel Begrüßenswertes zum Wohl des kranken und leidenden Menschen mit dieser Tatsache verbunden ist, so sehr gilt doch auch, dass die ethischen Herausforderungen der modernen Medizin enorm gewachsen sind. Die klassische ärztliche Standesethik - so wichtig sie bleibt - ist dabei an ihre Grenze gelangt. Ärztliche Standesethik hat sich so in eine umfassende medizinische/biomedizinische Ethik verwandelt, oft integriert in eine noch weitere Bioethik. Mit ihren Problemen ist der Autor nicht nur als theologischer Ethiker an der evangelischen Fakultät der Uni Bonn konfrontiert, sondern vor allem auch ganz konkret: Seit 1981 ist er Klinikpfarrer an den Unikliniken dieser Stadt.
So zeichnet sich Eibachs Einführung in Fragen der Bioethik durch große Sachkompetenz und profilierte Christlichkeit aus. Und: Der Band ist tatsächlich als Einführung geeignet, denn er ist sehr gut lesbar. Aus stark überarbeiteten Vorträgen entstanden, hilft Eibach dem Leser, indem er in dem unübersichtlichen und verwirrenden Feld der bioethischen/medizinethischen Fragen immer wieder grundlegende Orientierungen gibt, die sich wie ein roter Faden durch den Band ziehen: Bioethische Herausforderungen im Kontext des Wertewandels, ein christlich konturierter Begriff der Menschenwürde, die allen Menschen eignet, gegen einen leistungsorientierten, der gerade die Schwächsten einer Gesellschaft (Schwerbehinderte, Sieche, Sterbenskranke und Ungeborene), bis zur Infragestellung ihres Lebensrechts gefährdet, entsprechend eine Ethik der Würde gegen eine Ethik der Interessen, der Vorrang einer Ethik der Fürsorge und des Wohlergehens vor einer Ethik der bloßen Autonomie und der medizinischen Dienstleistung. Allen, die eine lesbare Einführung in Probleme der Bioethik von Präimplantationsdiagnostik bis Sterbehilfe aus christlicher Sicht suchen, sei dieses Buch nachdrücklich empfohlen. --Martin Brüske

 


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Die Zukunft der menschlichen Natur. Auf dem Wege zur liberalen Eugenetik? Bestellbutton Amazon
von Jürgen Habermas

Broschiert - 125 Seiten - Suhrkamp
Erscheinungsdatum: 2001

 

 


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Der Mensch wird geboren. Kleine Apologie der Humanität. Bestellbutton Amazon
von Volker Gerhardt

Broschiert - 150 Seiten - C.H.Beck Verlag
Erscheinungsdatum: 2002

Kurzbeschreibung: Schon die ersten Meldungen über die Entschlüsselung des menschlichen Genoms waren mit der Behauptung verknüpft, die Biowissenschaften führten geradewegs zur Selbstabschaffung des Menschen. Dieser These tritt das vorliegende Buch mit einer pointierten Argumentation entgegen. Es verteidigt den humanen Impuls der Forschung, eröffnet neue Perspektiven für die interdisziplinäre Arbeit der Wissenschaften und macht deutlich, welche politischen Konsequenzen zu ziehen sind. Zuvor aber setzt sich Volker Gerhardt, der unter anderem dem Nationalen Ethikrat angehört, mit dem weltanschaulichen Streit um die embryonale Stammzellenforschung auseinander.

Anmerkung C.F.:
Wenn auch Gerhardt in diesem Buch sicher nicht die Standpunkte kritischer Bioethiker vertritt, ist es dennoch sicher lohnenswert, sich mit den Ansichten Gerhardts auseinanderzusetzen.

 


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Was wollen wir können? Ethik im Zeitalter der Biotechnik. Bestellbutton Amazon
von Dietmar Mieth

Gebundene Ausgabe - Herder, Freiburg
Erscheinungsdatum: April 2002

 

 


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Die Genomfalle. Bestellbutton Amazon
von Ursel Fuchs

Broschiert - 334 Seiten - Heyne
Erscheinungsdatum: Dezember 2003

Aus der Amazon.de-Redaktion:
In dem Buch Die Genomfalle beschreibt Ursel Fuchs die aktuell bekannten Aspekte der Gentechnik und beleuchtet deren wissenschaftliche und politische Entwicklung bis zum heutigen Stand. Ihre eigene, durchaus kritische Einstellung zu dieser neuen Technik verhehlt sie dabei nicht -- und das ist auch gut so, denn heraus kommt eine durchaus runde Betrachtung vieler Für und Wider.
Wie auch der nicht naturwissenschaftlich ausgebildete Leser der Lektüre des Buches entnehmen kann, birgt gerade diese neue wissenschaftlich-technische Disziplin große Zukunftschancen. Weiterentwicklung der Medizin bis hin zur Anwendung gentechnischer Medikamente sind dabei genauso Thema wie wirtschaftliche Aspekte, von denen man sich die Initiierung völlig neuer Wirtschaftszweige verspricht. Unsere Welt wird, auch wenn sich nur ein Teil dessen verwirklichen läßt, sicher zu einem großen Teil von den Entwicklungen auf dem Sektor Gentechnik bestimmt werden. Aber es warten auch erhebliche Risiken auf den Menschen als Anwender.
Wer von uns will wirklich wissen, ob er ein genetisch wertvoller oder minderwertiger Mensch ist, wer will einer Versicherung eine genetische Expertise abgeben müssen, um Versicherungsschutz zu erhalten oder wer will bei einer Bewerbung nicht an seinen Fähigkeiten, sondern an seinem Gengutachten gemessen werden? Erleben wir eine Entwicklung zwar weg von alten Rassenvorurteilen, aber hin zur neuen Genklassentrennung? Dem interessierten Leser sei dieses Buch als Informationsquelle und kritischer Denkanstoß empfohlen. --Dr. Frank Zehren
© 1998-2001 Amazon.com, Inc. und Tochtergesellschaften

Kurzbeschreibung
In der öffentlichen Diskussion wird immer deutlicher: Genforschung birgt neben ihren Chancen auch große Risiken. Die Fachjournalistin Ursel Fuchs erläutert in ihrem komplett aktualisierten Standardwerk die biochemischen Hintergründe, beleuchtet verständlich und fundiert die politisch-rechtlichen Zusammenhänge und zeigt die Auswirkungen der Gentechnik auf das Leben jedes Einzelnen.

 


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Im Zeitalter der Bio- Macht. 25 Jahre Gentechnik - eine kritische Bilanz. Bestellbutton Amazon
von Michael Emmrich (Herausgeber)

Broschiert - 473 Seiten - Mabuse-Verlag
Erscheinungsdatum: 1999

Kurzbeschreibung:
25 Jahre Gentechnik - scheinbar ohnmächtig steht die Öffentlichkeit derzeit vor den Fakten, die die Bio-Macht schafft: geklonte Tiere und bald auch Menschen, das Aufspüren von Fehlern im genetischen Bauplan, das Aussortieren von nicht-normgerechtem Leben, Menschen nach Maß, Organe von gentechnisch zugerichteten Tieren, genmanipulierte Nahrung, Patente auf Leben und vieles mehr - der Zugriff der Biologie auf den Menschen mutet grenzenlos an. Die Folgen werden revolutionär sein. Höchste Zeit für einen vielstimmigen Einspruch gegen die Reduktion von Individuen auf ihren genetischen Bauplan - und ein Plädoyer für ein anderes, humaneres Bild vom Menschen.

 


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Medizin ohne Ethik? Bestellbutton Amazon
von Otfried Höffe

Broschiert - 262 Seiten - Suhrkamp
Erscheinungsdatum: Juli 2002

Kurzbeschreibung:
Möglichkeiten medizinischer Behandlung, von denen Hippokrates, auf dessen "Eid" sich die Ärzte nach wie vor berufen, nicht zu träumen gewagt hätte, verlangen neue Antworten auf die Frage, was ethisch vertretbar ist und was nicht. Die neuen biomedizinischen Möglichkeiten werfen eine Frage auf, die weder die religiösen Texte, noch Kant, noch die Verfasser der Charta der Vereinigten Nationen oder die des deutschen Grundgesetzes vor Augen hatten und die die medzinische Ethik auf Neuland schickt: Wer genau ist jenes Wesen, das den vollen Lebensschutz und die ihn begründende Menschenwürde verdient?

 


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Der ( im-)perfekte Mensch. Vom Recht auf Unvollkommenheit. Bestellbutton Amazon
von Peter Gorsen, Dietmar Kamper, Detlef Linke, Dieter Mattner, Dietmar Mieth, Peter Sloterdijk

Broschiert - 261 Seiten - Hatje Cantz Verlag
Erscheinungsdatum: Januar 2001

Kurzbeschreibung:
Ausstellung: Deutsches Hygiene-Museum, Dresden 20.12.2000- 12.8.2001

Wer ist schön? Wer ist hässlich? Wer ist gesund? Wer ist krank?
Der Biotechnologie-Boom und die Machbarkeitsfantasien, die er auslöst, erhöhen den gewaltigen gesellschaftlichen Normierungsdruck, der ohnehin auf jedermann lastet: »Normal« oder noch besser, »perfekt« zu sein, erscheint zunehmend erstrebenswert. Obwohl alle betroffen sind, lässt sich anhand der großen Gruppe von Menschen mit Behinderungen besonders klar veranschaulichen, welche Funktionen und welche Folgen diese je nach historischer Machtsituation verschiebbaren Normen haben. Die Aggressivität und Lebensfeindlichkeit, die sich hinter nur scheinbar wertfreien Idealen wie Ästhetik, Gesundheit oder Rationalität verbergen, werden in dieser Publikation anhand von Aufsätzen namhafter Fachleute und von Biografien behinderter Menschen aus Vergangenheit und Gegenwart deutlich. Sich den von den Medien propagierten Leitbildern menschlicher Perfektion zu entziehen, stellt einen ersten Schritt zu sozialer Mündigkeit dar. Ausstellung und Publikation wollen Denkanstöße dazu geben. Der Band beinhaltet eine CD, die Tonaufnahmen aller Begleittexte bietet und es zudem ermöglicht, sämtliche Texte und Bilder hoch zu vergrößern.

 


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Was wollen wir, wenn alles möglich ist? Fragen zu Bioethik für die Aktion Mensch. Bestellbutton Amazon
von Heike Zirden

Gebundene Ausgabe - 887 Seiten - Dva
Erscheinungsdatum: 15. September 2003

Kurzbeschreibung aus der Pressemitteilung von Aktion Mensch vom 16.09.03
Seit Oktober 2002 ruft die Aktion Mensch die Bevölkerung dazu auf, die Diskussionen um die ethischen Folgen der Entwicklungen in der Medizin und der Biowissenschaften nicht Politikern und Wissenschaftlern allein zu überlassen. Damit soll eine stärkere Beteiligung der Öffentlichkeit an diesen Diskussionen gefördert und weniger ressourcenstarken Gruppen eine Teilnahme ermöglicht werden. Unter www.1000fragen.de sammelte sie Fragen zur Bioethik. Mehr als eine halbe Million Menschen hat die Homepage besucht und mehr als 8.500 Fragen und über 35.000 Kommentare hinterlassen. Nun ist aus den Fragen ein Buch geworden: Unter dem Titel "Was wollen wir, wenn alles möglich ist?" ist das rund 900 Seiten starke Werk seit dem 15. September im Buchhandel. "Chancen der Medizin. Risiken der Genforschung. Grenzen der Wissenschaft. Dieses Buch gibt keine Antworten. Es gibt Denkanstöße", so Markus Desaga, Pressesprecher der Deutschen Verlags Anstalt, die das Buch verlegt hat.

 


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Die genetische Gesellschaft. Handlungsspielräume und Grenzen. Bestellbutton Amazon
von Johannes Reiter

Broschiert - 143 Seiten - Topos Plus
Erscheinungsdatum: Januar 2002

Inhalt: (Quelle: Roland Graf, www.cloning.ch)
Der katholische Moraltheologe Johannes Reiter ist Mitglied der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages "Recht und Ethik der modernen Medizin" und gehört der Zentralen Ethikkommission der Bundesärztekammer an. Auf der Basis von früheren Veröffentlichunge wie z.B. in der Herder Korrespondenz, die der Autor aktualisiert hat, behandelt er Themen wie: Die Bioethikkonvention des Europarates, PND, PID, Klonen bei Tieren und Menschen, Heilen durch Klonen und Wunschkindergeneration. Die letzten beiden Kapitel sind der Biopolitik und ihrem Verhältnis zur Moral gewidmet. Eigentlich erstaunlich, was in diesem kleinen Büchlein alles Platz gefuden hat, und allemal lesenswert.

 


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Die "Würde des Menschen" - beim Wort genommen. Bestellbutton Amazon
von Rolf J. Lorenz, Dietmar Mieth, Ludolf Müller

Broschiert - 180 Seiten - Francke
Erscheinungsdatum: September 2003

Kurzbeschreibung:
Das in allgemein verständlicher Sprache gehaltene Buch stellt das Entstehen des heutigen Verständnisses von der "Würde des Menschen" aus historischer Perspektive dar. Die in jetzigen Bioethikdiskussionen zu beobachtenden begrifflichen Zweideutigkeiten müssen aufgearbeitet werden, damit dei Menschenwürde, Grundlage unserer Kultur, unserer Demokratie und unserer Moral, eindeutig bleibt.

 


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Das biotechnische Zeitalter. Die Geschäfte mit der Genetik. Bestellbutton Amazon
von Jeremy Rifkin, Susanne Kuhlmann-Krieg (Übersetzer)

Broschiert - 383 Seiten - Goldmann
Erscheinungsdatum: Oktober 2000

Aus der Amazon.de-Redaktion
Als zwei schottische Wissenschaftler im Juli 1996 ein Schaf erfolgreich geklont hatten, entfachte die Nachricht eine heftige wissenschaftliche, ethische, theologische und philosophische Debatte, die die Biotechnologie zusehends aus den Laboratorien heraus auf die Titelseiten warf. Mit dem lebenden Beweis dafür, daß solche Entwicklungen nicht mehr der Stoff für Science-Fiction-Romane waren, präsentierte sich nun eine ganze Fülle von Möglichkeiten -- und Gefahren. Jeremy Rifkin ist mehr um die Gefahren dieser Technologie besorgt, und in Das biotechnische Zeitalter präsentiert er eine Vielzahl von zwingenden Gründen, warum wir es vielleicht auch sein sollten.
Viele dieser Gefahren drehen sich um die scheinbar unvermeidliche Kommerzialisierung von gentechnisch veränderten Lebensformen, die uns bevorsteht, wenn Firmen um die Rechte an Patenten für neue oder veränderte Pflanzen, Tiere oder sogar Menschen kämpfen. Rifkin warnt davor, daß "Designer"-Babies und genetisch perfekte Menschen, zusammen mit anderen künstlichen Schöpfungen, verheerende Schäden am natürlichen Genbestand und an der Natur anrichten könnten. Zwar räumt er ein, daß die Biotechnologie auch Nutzen bringt, trotzdem macht er klar, daß zum jetzigen Zeitpunkt die Risiken bei weitem überwiegen, und drängt auf größere Zurückhaltung und Verantwortung gegenüber dem Öffnen einer möglichen Büchse der Pandora. --Marcus Polke

Anmerkung C.F.: Erschreckend, was von dem bereits eintraf, was Rifkin prophezeit hat...

 


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Das Ende des Menschen Bestellbutton Amazon
von Francis Fukuyama

Gebundene Ausgabe - 351 Seiten - Dva
Erscheinungsdatum: Mai 2002

Aus der Amazon.de-Redaktion
Ist das Ebenbild Gottes nur Geschöpf oder auch Schöpfer? Diese Frage ist nicht nur theologisch relevant. Auch evolutionstheoretisch erscheint es plausibel, dass der Mensch an einem Punkt angelangt ist, an dem er seine weitere Entwicklung nicht mehr der natürlichen Selektion überlässt, sondern selbst in die Hand nimmt. Nachdem er etwas vorschnell Das Ende der Geschichte verkündete, hat der amerikanische Ökonomie- und Kulturtheoretiker Francis Fukuyama ein bemerkenswertes Buch mit dem Titel Our Posthuman Future. Consequences of the Biotechnology Revolution vorgelegt. Darin stellt er sich dem ungebrochenen Fortschritt der Historie auf dem Felde der Naturwissenschaft und setzt sich mit den ethischen wie soziopolitischen Implikationen künstlicher Menschenoptimierung auseinander. Eine deutsche Übersetzung mit dem albernen Titel Das Ende des Menschen ist bei der DVA erschienen.
"Es gibt keine ein für allemal festgelegten menschlichen Eigenschaften, sieht man von der grundlegenden Fähigkeit ab, selbst zu entscheiden, was wir sein wollen", räumt der derzeitige bioethische Berater der Bush-Administration ein. Doch Agitation, Propaganda, Arbeitslager, Umerziehung, Freud'sche Psychoanalyse, frühkindliche Konditionierung, Behaviourismus - all das mutet Fukuyama geradezu primitiv an verglichen mit den subtilen Methoden der Biotechnologie. Beispiel Neuropharmakologie: Die forcierte Verabreichung "kosmetischer Psychopharmaka" wie Prozac oder Ritalin zur Emotions- und Verhaltenssteuerung mit ihren begleitenden Begehrlichkeiten der Konsumenten und Wirtschaftsinteressen gäben einen deutlichen Vorgeschmack auf die fatalen Folgen von Eingriffsmöglichkeiten in die Keimbahn. Doch auch ohne Genmanipulation und Menschenklone stellten die ersten drei Stufen der Biotechnologie - Neuropharmakologie, Wissen um genetische Ursachenketten und Lebensverlängerung - die menschliche Gleichheit bedenklich in Frage, gesellschaftliche Hierarchien auf den Kopf und eröffneten völlig neue Möglichkeiten zur sozialen Kontrolle. Was erst, wenn wir Menschen mit Sätteln auf dem Rücken oder mit Stiefeln und Sporen an den Füßen züchten können?
Francis Fukuyama warnt vor Defätismus gegenüber der Technik. Seine Mahnungen, Appelle und Vorschläge nationaler und internationaler Überwachungsgremien zeugen freilich von Ohnmacht. Aber immerhin sind sie nicht selbstverständlich für den Berater einer Regierung, die sich aus Wirtschaftsräson für gewöhnlich überhaupt nicht um Multilateralismus schert. --Roland Detsch

 



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