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Stand 05/2018

Geschichte, Grundpositionen, Ziele und Arbeit der InteressenGemeinschaft(en) Kritische Bioethik Deutschland

Ab dem Jahr 2000 begannen nach einer Bioethik-Tagung auf Anregung von Herrn Dieter Emmerling aus Rheinland-Pfalz sich in Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Bayern InteressenGemeinschaften Kritische Bioethik zu bilden. Dies waren lose Zusammenschlüsse von gleichgesinnten Organisationen und Einzelpersonen, die sich kritisch mit den Themen der Bioethik auseinandersetzen und gemeinsam durch Vernetzung mehr bewirken wollten. Nicht zuletzt auch, weil die Informationsstände teils recht unterschiedlich waren.

Vorangegangen waren zur damaligen Zeit die anhaltende Debatte um die Bioethik-Konvention des Europarates mit der Erlaubnis für fremdnützige Forschung an Nichteinwilligungsfähigen (1997), die Debatte über die Erlaubnis für die Einfuhr embryonaler Stammzellen zu Forschungszwecken (2001) und die fragwürdige Einrichtung des Nationalen Ethikrates durch Bundeskanzler Gerhard Schröder (ebenfalls 2001).

So entstand schließlich als erstes 2000 die Internetseite der InteressenGemeinschaft Kritische Bioethik Bayern sowie 2001 eine Informationen- und Protestseite zum Nationalen Etikrat. Diese Seiten erfreuten sich reger Nachfrage und sorgten für so manche Irritationen in Regierungsstellen.

Schließlich folgte eine Auslagerung der allgemeinen Inhalte von Bayern auf diese Gemeinschaftsplattform www.kritische-bioethik.de unter der Dachmarke "InteressenGemeinschaften Kritische Bioethik Deutschland". Parallel entstanden Webseiten für die IGs in Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Hessen und Schleswig-Holstein mit bundesland-spezifischen Informationen.

Entwicklung von Grundpositionen, Zielen und Arbeitsweisen der InteressenGemeinschaft(en) Kritische Bioethik Deutschland

Im Verlauf der Debatten kam es immer wieder zu Uneinigkeiten über Ziele und Grundpositionen der InteressenGemeinschaften Kritische Bioethik. Diese zeigten sich teilweise in Machtkämpfen bei internen Treffen, die hier nicht weiter ausgeführt werden, und die es sicher in jedem Verein, jeder Organisation mehr oder weniger ausgeprägt gibt.

Vor diesem Hintergrund erarbeiteten bei einem gemeinsamen Treffen im November 2004 der Ideengeber Dieter Emmerling aus Hagen, Angelika Wessel aus Braunschweig und Christian Frodl aus München die Grundpositionen in bioethischen Problemfeldern sowie ein Faltblatt mit allgemeinen Informationen über unsere Ziele und Arbeit.

Zwischen 2001 und bis 2012 wurden immer wieder erfolgreiche Aktionen gestartet, gemeinsame Stellungnahmen abgegeben und Position bezogen. Nach vielen Jahren stellte sich jedoch nicht zuletzt wegen des Alters der Akteure, die mittlerweile überwiegend zwischen 60 und 85 Jahre sind, eine gewisse Müdigkeit ein. 2006 stieg Dieter Emmerling als treibende Kraft altersbedingt aus. Wenig später Frau Wessel, die sich mehr der praktischen Bioethik-Arbeit z.B. durch Hospizarbeit und der grünen Gentechnik widmen wollte.

Problematisch war auch, dass einige Organisationen sich eher der eigenen Arbeit widmen wollten, als sich mit anderen zu vernetzen. Dies kostete letzlich persönlich sehr viel Energie und sorgte für gewisse Frustrationen. Weiteres Problem war auch die Finanzierung der Arbeit, die ehrenamtlich nicht wirklich zu bewältigen ist. Wer hier insbesondere als Organisation dauerhafte Unterstützung leisten möchte, kann sich gerne per Mail melden.

Anpassung der Inhalte an die Realitäten

So verlief die Idee einer InteressenGemeinschaft schon lange weg von der praktischen Vernetzung durch Treffen, Arbeitskreise etc. hin zur überwiegenden Informationsvermittlung und -bereitstellung auf einzelnen Themenportalen und diesem Hauptportal. Des Weiteren durch Newsletter und allgemeine Aktionsaufrufe, an denen sich jeder autonom beteiligen konnte wer wollte.

Mit dem Tod von Bundesverdienstkreuz-Träger Dr. Rolf Lorenz von der Tübinger Initiatve gegen die Bioethikkonvention im November 2017, der damals maßgeblich durch seine "Zirkulare" und seinen unermüdlichen Einsatz wichtige Arbeit leistete, starb zudem ein wesentlicher Impulsgeber.

Nun ist es an der Zeit, auch inhaltlich dieses nach wie vor ehrenamtlich betriebene Bioethik-Portal anzupassen und in die Neuzeit zu bringen. Dies geschah Mitte 2017 durch ein neues Logo und Umbau der Webseiten.

Mit diesem (vorläufigen) Relaunch dieser Webseite werden die Inhalte den Realitäten angepasst. Im Klartext: Es wurden die mittlerweile völlig veraltetet Bundesland-Seiten gelöscht, ebenso Adressen von inaktiven IG-Gründern/SprecherInnen. Es bleibt nun die Dachmarke InteressenGemeinschaft Kritische Bioethik Deutschland.

Bewusstseins- und Wertewandel

Mit diesem Infoportal zu sämtlichen Themen der Bioethik gibt es nach wie vor einen Beitrag, sich den wachsenden Begehrlichkeiten der Forschung und Wissenschaften auf den Mensch als Rohstofflieferanten entgegenzusetzen.

VertreterInnen aus Gesellschaft, Kirche, Wissenschaft, Forschung und Politik bleiben aufgerufen, sich in kritischen Diskussionen konstruktiv auszutauschen, um in ethisch verantwortungsvollem Handeln einem "Fortschritt nach Maß" gerecht zu werden. In welcher Form auch immer dies geschieht.

Gezeichnet

Christian Frodl
Sprecher und Koordinator InteressenGemeinschaft Kritische Bioethik Deutschland
Webmaster Bioethik-Infoportale